ERSTE BEGEGNUNG MIT IDRIA
Der Rundweg beginnt am Besucherzentrum des Geoparks Idrija (1), der sich im Zentrum der Stadt befindet. Die Ausstellung Zapisano v kamninah (Geschrieben in Felsen), die Sie auch virtuell besichtigen können, öffnet Ihnen die Augen für all die Besonderheiten, die Sie auf der empfohlenen Tour erwartet.
Hinweis: Das Gebäude des Zentrums beherbergte einst das Gasthaus Nebesa, das weithin für seine berühmten Idrijski žlikrofi (2) bekannt war – das erste slowenische Gericht, das als traditionelle Spezialität europäischen Schutz genießt. Probieren Sie es in einer der Gasthäuser von Idrija!
(Empfohlene Zeit für die Besichtigung: 45 Minuten) (Der Weg von diesem bis zum nächsten Punkt: 2 Minuten)
LUXUS DER VERGANGENHEIT
Schon am Eingang zum Besucherzentrum (1) fällt das mächtige Schloss ins Auge. Ein Weg entlang des Baches Nikova führt zum Innenhof des Schlosses.
Das Renaissance-Schloss Gewerkenegg (3) war nie die Heimat von Adeligen. Es wurde als Quecksilberlager und als Gebäude der Bergwerksverwaltung genutzt. Heute beherbergt es die Sammlungen des Stadtmuseums Idrija (4), die die Vergangenheit der Stadt, des Bergwerks und des bedeutenden technischen Erbes der Welt darstellen.
Außerdem gibt es eine Ausstellung mit dem Titel Z nitjo zapisana zgodovina (Geschichte mit Faden geschrieben), die die mehr als 300-jährige Tradition der Klöppelspitzen-Herstellung in der Region Idrija vorstellt. Im Schlosshof, wo man Elemente der barocken Schlossrestaurierung, Arkaden und Fresken bewundern kann, befindet sich auch ein Studio, in dem die Idrija-Spitze hergestellt wird (5).
(Empfohlene Zeit für die Besichtigung: 10 Minuten, 60–90 Minuten für die Museumsbesichtigung) (Der Weg vom diesem bis zum nächsten Punkt: 5 Minuten)
VON SCHLOSS ZUM BERGWERK
Gehen Sie auf der anderen Seite des Schlosshofs die Treppe hinunter zur Brücke mit der nah gelegenen Kapelle des Johannes Nepomuk (6).
Auf dem Weg durch die Straße Kosovelova ulica kommen Sie am Haus von Scopolli (7) mit seinem Springbrunnen und der Statue eines Bergmanns vorbei.
Bald sehen Sie den Šelštev (8) vor sich – ein großes weißes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Es beherbergt einen restaurierten Bergwerksstollen und eine interaktive Ausstellung über das geologische Erbe von Idrija.
AUFREGUNG IM UNTERGRUND
Im Gebäude Šelštev (8) befindet sich der Eingang zum Antoni-Stollen (9), dem ältesten Teil des Bergwerks von Idrija und dem zweitältesten noch erhaltenen Stolleneingang in Europa. Er wurde im Jahr 1500 gegraben! 500 Jahre lang stiegen Bergleute zur zweitgrößten Quecksilbermine der Welt hinab. In Begleitung eines Führers und im Schein der Höhlenlampen steigen Sie hinab zur unterirdischen Kapelle, wo Sie neben dem kostbaren Erz auch die unterirdische Kapelle und mit etwas Glück einen Überraschungsbesuch des Bergwerkskobolds Perkmandlc vorfinden.
(Empfohlene Zeit für die Besichtigung: 10 Min, 90 Min für die Besichtigung des Antoni-Stollens) (Der Weg von diesem bis zum nächsten Punkt: 1 Minute)
DER PLATZ DES BERGMÄNNISCHEN LEBENS
Nach der Besichtigung der Šelštva und des Antoni-Stollens überqueren Sie die kleine Brücke zum Platz Trg Sv. Ahacija mit seinem Barockbrunnen (10), der mit der Entdeckung einer reichhaltigen Quecksilberader verbunden ist. Das älteste Theatergebäude aus Backstein beherbergte einst das Bergwerkstheater (11). Dort befindet sich noch immer ein Theater und ein Kino. Interessant ist auch das monumentale Theresianische Gebäude, das heute eine Galerie und eine Bibliothek beherbergt (12) und in dem bis 1912 die Bergwerksmagazine untergebracht waren. An der Fassade befinden sich Tafeln, die Persönlichkeiten gewidmet sind, die die Entwicklung von Idrija geprägt haben. Vom Platz Trg Sv. Ahacija aus gelangt man durch eine bogenförmige Unterführung zum Stadtplatz (Mestni trg), auf dem sich das Jugendstil-Rathaus (13) aus dem Jahr 1898 befindet.
(Der Weg von diesem bis zum nächsten Punkt: 20 Minuten)
ZWISCHEN BERGWERKSWOHNBLÖCKEN
Vom Stadtplatz (Mestni trg) aus durchqueren Sie den Park in Richtung der Straße Lapajnetova ulica und der Fußgängerbrücke über die Idrijca (15) und gehen dann weiter an der Kirche St. Josef der Arbeiter(16) vorbei bis zu den Prhavzi (17) in der Straße Arkova ulica. Die Prhavzi sind typische Arbeiterwohnungen, die das Bergwerk um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert für seine Angestellten gebaut hat. In der Straße Rudarska ulica befinden sich auch mehrere typische Bergarbeiterwohnungen. Zu dieser Zeit beschäftigte das Bergwerk mehr als tausend Menschen!
(Der Weg von diesem bis zum nächsten Punkt: 3 Minuten)
VERBRENNUNG UNGEWÖHNLICHER METALLE
Wenn Sie von der Straße Rudarska ulica in die Straße Arkova ulica abbiegen, gelangen Sie zur Hg-Schmelzhütte (18). Hier erfahren Sie mehr über die wahre Natur des Quecksilbers – das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Nach einer interaktiven Demonstration der Techniken zum Brennen von Zinnobererz werden Sie verstehen, wie Idrija in den 500 Jahren des Minenbetriebs fast 150 000 Tonnen dieses flüssigen Metalls gewinnen konnte! Das sind 13 % des gesamten weltweit geförderten Quecksilbers. Wenn man alles auf einem Platz unterbringen wollte, bräuchte man eine Cheops-Pyramide!
(Empfohlene Zeit für die Besichtigung: 10 Minuten, 60–90 Minuten für die Besichtigung der Ausstellungen) (Der Weg von diesem bis zum nächsten Punkt: 10 Minuten)
BESUCH EINES BERGBAUHAUSES
Auf dem Rückweg, nach der Überquerung des Flusses Idrijca, biegen Sie in die Rožna ulica-Straße ein und folgen der Bazoviška ulica-Straße bis zum Frančiška-Schacht (19). Nach einem Termin im Stadtmuseum von Idrija können Sie die Bergbaumaschinen und -geräte besichtigen. Darunter befindet sich eine der größten erhaltenen Dampfmaschinen Europas.
In der Nähe befindet sich das charakteristische hohe Bergarbeiterhaus (20): Sie erkennen es an seinem steilen Dach. Nach vorheriger Anmeldung können Sie das Haus der Bergmannsfamilie mit seiner authentischen Einrichtung besichtigen und mit der Frau des Bergmanns sprechen, die Ihnen auch die Geheimnisse der Klöppelei verrät.
(Empfohlene Zeit für die Besichtigung: 5 Minuten, Besichtigung mit dem Führer 45 Minuten) (Der Weg von diesem bis zum nächsten Punkt: 2 Minuten)
DER SCHAUPLATZ DER LEGENDE VON ŠKAFAR
Bevor Sie zum Ausgangspunkt zurückkehren, halten Sie an der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (21), die im Jahr 1500 erbaut wurde. Die älteste Kirche in Idrija wurde am Ort der Legende von der Entdeckung des Quecksilbers in Idrija errichtet. Im Jahr 1490 soll der Bauer Škafar beim Einfüllen von Wasser in eine Zisterne ein ungewöhnliches Schimmern bemerkt haben. Der Kübel, das mit nativem Quecksilber anstelle von Wasser gefüllt war, war so schwer, dass er ihn nicht bewegen konnte.
In der Nähe befindet sich der städtische Bienenstock (Meščanski čebelnjak) (22), der 1925 im Auftrag des berühmten Spitzenhändlers von Idrija, Franc Lapajne, errichtet wurde. Er ist mit Bienenstockbrettchen verziert, die mit Motiven aus Idrija und dem Erbe von Idrija bemalt sind.
Hinweis: Honig gehört zu den Köstlichkeiten, die mit dem Zertifikat Idrija Selected ausgezeichnet wurden. Honig und andere kulinarische und handwerkliche Produkte mit dem Zeichen Idrija Selected sind im Besucherzentrum (1) erhältlich, wo Sie auch eine Verkostung der typischen kulinarischen Spezialitäten vereinbaren können.
(Empfohlene Zeit für die Besichtigung: 10 Minuten) (Der Weg von diesem bis zum nächsten Punkt: 2 Minuten)
ZURÜCK AUF DEN STADTPLATZ
Kehren Sie zum Stadtplatz Mestni trg zurück und besichtigen Sie das monumentale Gebäude der 1876 eröffneten Klöppelschule (14). Auf dem Stadtplatz Mestni trg können Sie in mehreren Geschäften und Ateliers das Klöppeln von Idrija (5) kennenlernen.
Hinweis: Planen Sie Ihre Rückkehr in die Stadt während des Idrija-Spitzenfestivals! www.festivalidrijskecipke.si